Heimsieg im Kampfspiel
SV Wehen Wiesbaden vs. Chemnitzer FC 2:0 (0:0)

Mit einem verdienten 2:0 Heimerfolg sorgte die Mannschaft von Trainer Gino Lettieri für Wiedergutmachung für die bittere Auswärtsschlappe vom letzten Spieltag. Der Trainer hatte seine Startelf auf drei Positionen umgestellt und auch taktisch eine andere Ausrichtung gewählt. Mit zwei nominellen Stürmern (Wohlfarth und Bouhaddouz) sollte der Aufsteiger bezwungen werden. Zudem stand Benjamin Hübner wieder im Abwehrzentrum, Milad Salem begann auf der rechten Außenbahn und Alf Mintzel rückte nach abgesessener Gelb-Sperre wieder in die Anfangsformation. Dafür bekamen Nikolas Ledgerwood und Marco Christ eine Pause, Nico Roth fehlte verletzungsbedingt. Der SV Wehen Wiesbaden beherrschte den ersten Durchgang. Mit gefühlten 80 Prozent Ballbesitz kontrollierte Lettieri’s Elf das Geschehen. Allerdings vergaßen sie, die Feldüberlegenheit in Chancen oder Tore umzumünzen. Die besten Möglichkeiten hatten Hübner (18. und 34.), Salem (25. und 28.) und Bouhaddouz (44.).
In der halbzeitpause muss CFC-Trainer Gerd Schädlich die richtigen Worte gefunden haben, seine Mannschaft kam wie ausgewechselt aus der Kabine. Durch die offensivere Ausrichtung der Gäste ergaben sich aber auch endlich mehr Räume für den SVWW. Diesen nutzte zunächst Milad Salem mit einem Schussversuch aus 15 Metern, der Querschläger erreichte Stürmer Steffen Wohlfarth, der die 3.533 Zuschauer in der Arena mit dem Führungstreffer beglückte (51.). Doch anstatt nun das Spiel weiter zu kontrollieren begann Chemnitz mit dem Fußball spielen und das richtig gut. Ein ums Andere Mal musste der starke Michale Gurski mit Paraden die Führung seiner Mannschaft festhalten. Der FC kämpfte, spielte und drückte den SVWW in die eigene Hälfte, die wiederum ihr Glück in Kontern suchten. Diese wurden aber entweder unsauber zu Ende gespielt oder der Schiedsrichter-Assistent erkannte eine Abseitsstellung. So mussten die SVWW-Fans bis in die Nachspielzeit warten. Der kurz zuvor eingewechselte Addy-Waku Menga spielte seinen Konter sauber, bediente den mitgelaufenen Thorsten Burkhardt mustergültig, der wiederum kein Problem hatte, den Ball aus wenigen Metern ins freie Tor zu schieben (90+2). Schiedsrichter Alt pfiff daraufhin gar nicht mehr an.
Gino Lettieri: „Wir haben von Anfang an versucht, sehr viel Druck aufzubauen Das hat auch ganz gut funktioniert, bis zu unserer Führung. Denn komischerweise hat dann Chemnitz angefangen, Fußball zu spielen. Wir waren dann aber defensiv so gut, dass wir dennoch gewonnen haben. Allerdings hätten wir unsere Konter besser ausspielen müssen. Kämpferisch haben wir uns verbessert, die Mannschaft hatte den Willen dieses Spiel zu gewinnen.
Die Aufstellung: Gurski - Schimmel, Lanzaat (c), Hübner, Bieler – Salem (88. Menga), Book (90. Becker), Mann, Mintzel (76. Burkhardt) - Bouhaddouz, Wohlfarth
Tore: 1:0 Wohlfarth (51.), 2:0 Burkhardt (90+2)
Gelbe Karten: Salem
Schiedsrichter: Patrick Alt, Sören Storks, Patrik Meisberger
Zuschauer: 3.533
