Hübners Kopfball rettet hochverdienten Punkt
SV Wehen Wiesbaden vs. VfB Stuttgart II 1:1 (0:0)
Nach dem Schlusspfiff analysierte SVWW-Trainer Gino Lettieri: „Normalerweise steht es nach fünf Minuten schon 2:0. Wir hatten heute ein Chancenverhältnis von 12:4.“ Und mit dieser Einschätzung lag der Trainer richtig. Der SV Wehen Wiesbaden hatte den VfB Stuttgart II beim heutigen Heimspiel im Griff, erspielte sich jede Menge guter Chancen, doch entweder parierte der gut aufgelegt Stuttgarter Keeper Weis oder die Bälle schlugen neben bzw. über dem Tor ein.
Der SVWW begann sehr engagiert, bereits in der ersten Minute hatte Steffen Wohlfarth das 1:0 auf dem Fuß und fand seinen Meister im Stuttgarter Schlussmann Weis. Es war der Auftakt für ein Chancenfestival, wie es die BRITA-Arena schon lange nicht mehr gesehen hatte. Dabei überzeugte die Mannschaft von Gino Lettieri nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch. Waren die Gäste am Ball, presste die gesamte Mannschaft dagegen, bei eigenem Ballbesitz konnten die Fans im Stadion direkte Kombinationen bestaunen. Der einzige Makel blieb die Verwertung. Selbst der Stuttgarter Trainer Jürgen Kramny musste nach dem Spiel anerkennen: „In der ersten Halbzeit war der SV Wehen Wiesbaden die bessere Mannschaft.“
Im zweiten Durchgang kamen die Gäste besser ins Spiel. Doch nach rund zehn Minuten fand der
SVWW seinen faden wieder und spielte mutig nach vorne. Im Fußball ist es aber so: Wenn man die eigenen Chancen nicht nutzt wird man bestraft. Und so erzielte Daniel Vier nach einem Freistoß die überraschende Gästeführung (60.). Zehn Minuten zuvor allerdings mussten sich alle bei Michael Gurski bedanken. Der Keeper rettete alleine gegen zwei Stuttgarter und bewies damit seine starke Verfassung. Gino Lettieris Elf marschierte weiter auf das Stuttgarter Tor zu. Wohlfarth, Book und Menga vergaben beste Möglichkeiten und so bleib es Benjamin Hübner überlassen den wichtigen Ausgleich zu erzielen. Nach einer Ecke von Marco Christ stieg der Verteidiger am höchsten und drückte den Ball mit dem Kopf über die Linie (84.). Danach wollte der SVWW alles, doch auch Menga oder Boudaddouz wollte der Führungstreffer nicht gelingen.
Trainer Gino Lettieri: „Wir haben heute gesehen, was die Mannschaft kann, leider hat uns das Glück und manchmal vielleicht auch das Vermögen gefehlt. Die Leistung aber war einwandfrei, die Jungs wollten heute unbedingt gewinnen.“
Die Aufstellung: Gurski - Ledgerwood, Lanzaat (75. Menga), Hübner, Bieler - Mann, Book – Salem (64. Bouhaddouz), Christ (c), Mintzel - Wohlfarth
Tore:0:1 Vier (60.), 1:1 Hübner (84.)
Gelbe Karten: Salem (10.), Hübner (37.), Rathgeb (39.), Hemlein (42.), Wohlfarth (43.), Janzer (52.),
Schiedsrichter: Thorben Siewer, Bastian Börner, Daniel Rott
Zuschauer: 2.393