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Dams führt SVWW zum Punktgewinn

Fortuna Köln - SVWW 0:0

Herausragend in Köln: Niklas Dams (r.)Am Geburtstag von Kino-Komiker Leslie Nielsen (Die nackte Kanone) konnten auch die Kicker des SV Wehen Wiesbaden wieder lächeln. Denn dank einer kämpferisch starken und taktisch disziplinierten Leistung verdienten sich die Rot-Schwarzen im ersten Spiel nach dem Rücktritt von Trainer Torsten Fröhling beim Tabellenfünften und Aufstiegs-Aspiranten SC Fortuna Köln ein 0:0-Unentschieden.

Einer der Garanten für eine nahezu fehlerfreie Defensivleistung war Niklas Dams, der von SVWW-Sportdirektor und Interimstrainer Christian Hock von der Innenverteidigung auf die Sechser-Position beordert worden war und neben Robert Andrich eine herausragende Vorstellung bot. „Dieser taktische Schachzug hat unser Spiel lahmgelegt“, analysierte später Kölns Trainer Uwe Koschinat.

Christian Hock hatte die Startelf taktisch und personell umgestellt: Im 4-2-3-1-System bildeten Patrick Funk, Sascha Mockenhaupt (mit Hand-Manschette), Steven Ruprecht und Alf Mintzel die Viererkette in der Defensive, Dams und Andrich die Doppel-6. Davor agierte mit Jules Schwadorf, David Blacha und Marc Lorenz eine Dreierkette, Manuel Schäffler war die Speerspitze.

Hatte der SVWW bei seinem letzten Auftritt im Südstadion bereits nach wenigen Augenblicken 0:1 zurückgelegen, präsentierten sich die Rot-Schwarzen von Anpfiff an hellwach, konzentriert, kompakt und engagiert. Mit viel Einsatz und Laufstärke bot der SVWW dem Tabellenfünften, der zuletzt Magdeburg zuhause 2:1 geschlagen hatte, ordentlich Paroli.

Der Fortuna gelang im ersten Durchgang kein Torschuss, weil das Duo Mockenhaupt/Ruprecht klare Lufthoheit hatten und Dams auf der Sechs mit Zweikampf- und Spielstärke eine ausgezeichnete Visitenkarte hinterließ. Allerdings gelang auch dem SVWW trotz großen Einsatzes in der Offensive – Schäffler und Blacha machten mehr Meter als ein Marathonläufer – nichts wirklich Gefährliches. So ging es ohne echte Aufreger in die Pause.

Nach dem Seitentausch wurde der SVWW mutiger. Super-Flanke von Marc Lorenz, Kopfball Schäffler – Power-Parade von Fortuna-Keeper André Poggenborg (50.). Da lag die SVWW-Führung in der Luft!

Köln brachte mit einem Doppelwechsel mehr Offensivkraft und hatte für einige Minuten den Fuß auf dem Gaspedal. Innenverteidiger Bone Uaferro jagte nach einer Freistoßflanke aus kurzer Distanz die Kugel allerdings über den Rhein (58.). Auch Christopher Theisen zielte aus wenigen Metern nicht besser (69.).

Im zweiten Durchgang war die Partie deutlich rassiger und spannender. Ruprechts Kopfball nach einer Ecke ging nicht weit daneben (73.), dann rutschte David Blacha nach einem schnellen SVWW-Konter, den Dams nach einer Balleroberung mit einem tollen Zuspiel auf Lorenz eingeleitet hatte, nur um Zentimeter an der flachen Flanke im Fortuna-Fünfer vorbei (78.).

Beide Mannschaften waren auf der Suche nach dem Lucky-Punch, der SVWW hätte ihn am ehesten setzen können: Nach einer Ecke wurde Andrichs Kopfball kurz vor der Torlinie geklärt (89.). Trotzdem war es nach der enttäuschenden Leistung gegen Lotte (0:3) ein Zeichen unserer Mannschaft und ein wichtiger Punkt im Kampf um den Klassenerhalt bei der drittbesten Heimelf der 3. Liga.

SVWW: Kolke – Funk, Mockenhaupt, Ruprecht, Mintzel – Dams, Andrich – Schwadorf, Blacha (90. Bulut), Lorenz – Schäffler.

5 FSV Zwickau FSV Zwickau 56
6 VfL Osnabrück VfL Osnabrück 54
7 SV Wehen Wiesbaden SV Wehen Wiesbaden 53
8 Chemnitzer FC Chemnitzer FC 52
9 SC Preußen Münster SC Preußen Münster 51
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