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In Unterzahl! Andrist-Knaller sichert Punkt!

SVWW - KSC 1:1 (0:1)

Jubel nach dem Ausgleich: Torschütze Stephan Andrist und Max DittgenNormal gibt’s hier nicht! Nach dem wahnsinnigen 5:1 gegen Osnabrück zum Heimspiel-Jahresstart hatte es auch die zweite Partie in der BRITA-Arena in sich: beim 1:1 (0:1)-Unentschieden gegen einen in der ersten Hälfte bärenstarken Karlsruher SC lief der SV Wehen Wiesbaden dem frühen 0:1-Rückstand (6.) in Unterzahl hinterher (Rot für Mockenhaupt/45.), doch eine zweite Hälfte voller Leidenschaft und Moral bescherte den Rot-Schwarzen noch einen Punktgewinn. Stephan Andrists satter Flachschuss nach einer Kopfballvorlage von „Kampfschwein Nr. 1“ Manuel Schäffler (80.) machte den Gästen einen Strich durch die Rechnung. Hut ab, SVWW!

Es war nichts für schwache Nerven, was vor 4.860 Zuschauern in der BRITA-Arena geboten wurde. Mit einer viertelstündigen Verspätung – die KSC-Fanzüge kamen zu spät an – ging es gleich mächtig los: nach etwas mehr als 30 Sekunden versuchte es Andrist mit einem frechen Fernschuss, der über den KSC-Kasten strich (1.).

Trotzdem übernahm der Zweitliga-Absteiger schnell das Kommando, weil dem SVWW der Zugriff in den Zweikämpfen und bei den zweiten Bällen fehlte, er dem KSC zu viel Raum ließ und allgemein zu passiv reagiert. Die Quittung folgte früh: einen langen Ball machte der Ex-Wiesbadener Marc Lorenz per Weiterleitung scharf, KSC-Stürmer Fabian Schleusener nutzte einen Stellungsfehler in der SVWW-Abwehr und donnerte die Kugel zum 1:0 in den Kasten von Keeper-Krake Markus Kolke (6.).

Es war ein Wirkungstreffer, von dem sich der SVWW im ersten Durchgang nicht mehr erholte. Zwar hatte Simon Brandstetter die große Ausgleichschance (14.), drosch das Ding aber aus zehn Metern weit drüber. Mehr war vom SVWW offensiv nicht zu sehen, das Flügelspiel lahmte, die Badener kontrollierten das Geschehen.

Kurz vor dem Pausenpfiff dann noch ein Aufreger: Schleusener geht im Ringkampf-Laufduell mit Sascha Mockenhaupt zu Boden und Schiedsrichter René Rohde – pikanterweise aus Rostock (ein Schelm, wer Böses dabei denkt…!) – zückte die Rote Karte für den SVWW-Verteidiger. Doppelt bitter: Mockenhaupt zog sich dabei eine Knöchelverletzung zu – Verdacht auf Bänderriss, eine lange Pause droht.

Zur zweiten Hälfte brachte Trainer Rüdiger Rehm Abwehrspieler Niklas Dams für Stürmer Simon Brandstetter, doch verstecken tat sich der SVWW keineswegs. Im Gegenteil! Der SVWW forderte mit schnellen und mutigen Kontern sein Glück – hatte im Abschluss aber Pech: Agyemang Diawusie scheiterte freistehend mit einem Schüsschen am KSC-Schlussmann Benjamin Uphoff (55.), dann zögerte der frei vor Uphoff auftauchende Andrist zulange und wurde abgedrängt (61.).

Der KSC versuchte den Vorsprung zu verwalten, haderte aber damit, dass Schiedsrichter Rohde kurz vor Andrists Möglichkeit eine kniffelige Szene von Kolke, der außerhalb des Strafraums risikoreich in einen Karlsruher grätschte, nicht als Foulspiel ahndete (60.).

So entwickelte sich die Partie zu einer echten Schlacht auf immer schwieriger zu bespielendem Geläuf. Dass der SVWW in Unterzahl kämpfte, war kaum zu entdecken. Denn während der KSC zu wenig tat, warfen die Rot-Schwarzen mit Herz und Leidenschaft alles rein. Die Belohnung war das 1:1 durch Stephan Andrist, dem beinahe sogar noch der Siegtreffer gefolgt wäre, doch der eingewechselte Max Dittgen schoss nach einer zu kurz abgewehrten Ecke knapp drüber (85.).

SVWW: Kolke – Kuhn, Mockenhaupt, Ruprecht, Mintzel – Andrist, Andrich, Mrowca (80. Breitkreutz), Diawusie (72. Dittgen) – Brandstetter (46. Dams), Schäffler.

1 1. FC Magdeburg 1. FC Magdeburg 85
2 SC Paderborn 07 SC Paderborn 07 83
3 Karlsruher SC Karlsruher SC 69
4 SV Wehen Wiesbaden SV Wehen Wiesbaden 68
5 FC Würzburger Kickers FC Würzburger Kickers 61
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