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U17: SVWW verkauft sich teuer beim Liliencup

Agovic-Team mit 16 Toren beim "Budenzauber"

Bitte recht freundlich: Die U17 beim LiliencupRaus mit Applaus! Die U17 des SV Wehen Wiesbaden scheidet beim hochklassig besetzten Liliencup zwar in der Vorrunde aus, sorgt dabei aber mit 16 Toren in fünf Partien gegen nationale und internationale Spitzenteams für beste Unterhaltung und jede Menge 'Budenzauber'.

Die 25. Auflage des Hallenturniers, an dem in der Vergangenheit auch heutige Weltstars wie Thomas Müller oder Leon Goretzka teilnahmen, lockte auch in diesem Jahr weit über 1000 fußballbegeisterte Zuschauer in die Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit in Wiesbaden.

Zum Start ins Turnier wartete auf den SVWW gleich mal ein richtiger Brocken, denn die Rot-Schwarzen trafen auf Schalke 04. Die Königsblauen entschieden das Spiel letztlich mit 1:0 für sich, auch weil die Rot-Schwarzen vorm Tor den Killerinstinkt hatten vermissen lassen.

In der zweiten Partie ging es gegen den nächsten Bundesligisten, den FC Augsburg. Nachdem der FCA zwischenzeitlich mit 4:1 führte, drehte die U17 in der Schlussphase so richtig auf und brachte die Halle durch Anes Hamidovic, der in der letzten Sekunde mit einem technisch anspruchsvollen Seitfallzieher zum 4:4-Ausgleich traf, zum Beben.

In der Anfangsphase des dritten Gruppenspiels, in dem es zum Rhein-Main-Derby mit dem FSV Mainz 05 kam, ging es erneut heiß her, denn bereits nach anderthalb Minuten stand es 2:2. Letztlich behielt das Nachwuchsteam aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt, das seine Leistung später mit dem Turniersieg krönte, mit 4:3 die Oberhand. Dadurch stand fest, dass der SVWW nicht mehr ins Halbfinale einziehen konnte.

Dafür wahrten die Rot-Schwarzen aber die Chance auf das Erreichen des dritten Platzes in der Gruppe, das ihnen zumindest das Spiel um Platz 5 beschert hätte. Denn im vorletzten Vorrundenspiel schoss die U17 unter den Augen vom Trainer der Ersten Mannschaft, Rüdiger Rehm, und Sportdirektor Christian Hock dank einer tollen Leistung West Ham United, neben Arsenal London einer von zwei Vertretern aus den Jugendakademien der englischen Premier League, mit 6:2 aus der Halle. Zum Zunge schnalzen war dabei der Treffer von Noel Eichinger, der einen Querpass mit der Hacke veredelte und einige Zuschauer von den Sitzen riss.

Im 'Endspiel' um den dritten Platz in der Gruppe unterlag der SVWW dann allerdings dem tschechischen Top-Team Slavia Prag, das die Vorrunde als Gruppenerster abschloss, in einem hektischen Spiel trotz eines Hamidovic-Doppelpacks mit 3:6 und musste sich damit als Vierter vorzeitig aus dem Turnier verabschieden.

"Das Ausscheiden in der Vorrunde ist sehr ärgerlich, da wir die Spiele mit Ausnahme der Partie gegen Prag alle sehr eng gestalten konnten. Auf diesem hohen Niveau entscheiden winzige Details über Sieg oder Niederlage, das haben wir leider zu spüren bekommen", analysierte SVWW-Trainer Damir Agovic: "Trotz der vielleicht enttäuschenden Ergebnisse können die Jungs aber stolz auf ihre Leistung sein. Sie haben in der Gruppe Schalke und West Ham hinter sich gelassen und vor allem gezeigt, dass sie als verhältnismäßig kleiner Verein spielerisch mithalten und auf Augenhöhe mit den Bundesligisten agieren konnten."

SVWW: Dorth, Sturmeit - Hamidovic (5 Tore), Eichinger (3), Parker (2), Jalloh (2), Alsen (1), Letizia (1), Polichronakis (1), Sfarca (1), Karimi, Nikolic

1 1. FC Magdeburg 1. FC Magdeburg 85
2 SC Paderborn 07 SC Paderborn 07 83
3 Karlsruher SC Karlsruher SC 69
4 SV Wehen Wiesbaden SV Wehen Wiesbaden 68
5 FC Würzburger Kickers FC Würzburger Kickers 61
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