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U17: SVW holt Dreier am Riederwald

SG Eintracht Frankfurt U16 - SVWW 3:4

4:0 führte der SVWW zur Halbzeit am RiederwaldErst gejubelt, dann gezittert! Die U17 des SV Wehen Wiesbaden gewinnt das Hessenliga-Topspiel bei der SG Eintracht Frankfurt U16 nach 4:0-Pausenführung mit 4:3 und kann sich über den sechsten Sieg in Folge freuen.

Der SVWW übernahm ivon Beginn an das Kommando und hatte nach wenigen Minuten gleich die erste Torchance, als Noel Eichinger in den Sechzehner eindrang, das Leder aber am langen Pfosten vorbeisetzte (6.). Was darauf folgte, war eine Demonstration der Macht, in der der U17 drei Tore binnen sieben Minuten gelangen.

Den Torreigen eröffnete Philipp Volk, der nach einer Kombination von Mario Letizia und Vasili Polichronakis an den Ball kam, seinen Gegenspieler stehen ließ und trocken zum 1:0 vollendete (12.). Die U17 spielte sich nun in einen Rausch und erhöhte wenig später auf 2:0, da sich Eichinger gut durchsetzte und den besser postierten Polichronakis bediente, der problemlos einschob (15.).

Der rot-schwarze Torhunger war damit aber noch nicht gestillt, sodass Mario Letizia noch einen Treffer nachlegte, indem er einen abgeblockten Polichronakis-Schuss aus dem Rückraum wuchtig in die Maschen hämmerte - 3:0 (18.). Auch in der Folge blieb der SVWW am Drücker und ließ der Eintracht kaum Luft zum Atmen. Nach einem Ballgewinn und blitzschnellem Umschaltspiel stand Eichinger blank, scheiterte aber erst am Keeper und knallte das Leder im Nachschuss drüber (28.).

Kurz vor Ende des ersten Durchgangs tauchte dann auch die SGE mal im SVWW-Strafraum auf, doch ein Kopfball nach einem Eckstoß konnte Benjamin Karimi auf der Linie klären (37.). Auf der Gegenseite brillierte die U17 ein weiteres Mal und erhöhte das Ergebnis auf 4:0. Eichinger tankte sich ebenso kraftvoll wie elegant durch zwei Gegenspieler durch und legte quer auf Abdul Jalloh, der erst kurz zuvor für den an der Rippe verletzten Mario Letizia ins Spiel gekommen war und sich mit dem Treffer zum 4:0 prima einfügte (38.).

Nach dem Seitenwechsel zeigte der SVWW allerdings ein gänzlich anderes Gesicht, viele Unkonzentriertheiten und Ungenauigkeiten schlichen sich nun ins Spiel der zuvor so souveränen Rot-Schwarzen. Nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff bekam die Eintracht einen Handelfmeter zugesprochen und verkürzte auf 1:4 (41.).

Mit der nach wie vor komfortablen Führung im Rücken spielte die U17 weiter nach vorne und hätte die Partie in der 54. Minute wohl endgültig entscheiden können, doch der ansonsten bärenstarke Eichinger verfehlte das Gehäuse bei seinem Versuch nur um Zentimeter und übersah zudem einen im Zentrum besser postierten Nebenmann.

So witterten die Hausherren weiter ihre Chance und verkürzten erst auf 2:4 (66.) und wenig später gar auf 3:4 (76.). Die im ersten Durchgang unüberwindbare SVWW-Defensive wackelte nun gehörig, zudem handelte sich Anes Hamidovic eine Fünf-Minuten-Zeitstrafe wegen groben Foulspiels ein. Doch mit Glück und Geschick verhinderte die U17 einen möglichen Ausgleichstreffer und konnte am Ende über den Dreier im spektakulären Topspiel jubeln.
"Wir haben in der ersten Halbzeit ein sehr gutes Spiel gezeigt, defensiv super gestanden und offensiv viele gute Torchancen herausgespielt, von denen wir dann auch vier verwerten konnten. Das hat mir wirklich gut gefallen", lobte SVWW-Trainer Damir Agovic: "Im zweiten Durchgang wirkte es so, als ob sich die Jungs schon zu sicher gefühlt und deswegen ein paar Prozent weniger gemacht haben. Sie waren nicht mehr wach, haben taktische Vorgaben nicht gut beachtet und waren immer einen Schritt zu spät. Zudem haben wir die Konter nicht gut ausgespielt, so hätten wir das Spiel früher entscheiden können und uns die hektische Schlussphase erspart."

Die U17 hat mit dem sechsten Sieg in Serie die Tabellenführung zurückerobert und thront mit jetzt 41 Punkten aus 16 Spielen an der Spitze. Der punktgleiche Verfolger aus Darmstadt hatte sich in der zweiten Top-Begegnung des Spieltages mit einem torlosen Unentschieden von Kickers Offenbach getrennt. "Mich ärgert die Art und Weise, wie wir den Gegner nach der Pause durch eigene Fehler zurück ins Spiel geholt und die Partie beinahe aus der Hand gegeben haben. Aber es zeigt ganz deutlich, dass wir in jedem Spiel an unsere Leistungsgrenze gehen müssen, um erfolgreich zu sein. Insofern hatte der Auftritt im zweiten Durchgang vielleicht doch noch etwas Gutes", hofft Agovic auf einen Lerneffekt seiner Mannschaft.

SVWW: Dorth - Karimi (74. Aktas), Nikolic, Zeghli, Kastelleiner - Sfarca (67. Hamidovic), Volk - Letizia (27. Jalloh), Eichinger, Parker (50. Ürel) - Polichronakis

14 SG Sonnenhof Großaspach SG Sonnenhof Großaspach 8
15 VfR Aalen VfR Aalen 8
16 SV Wehen Wiesbaden SV Wehen Wiesbaden 7
17 1. FC Kaiserslautern 1. FC Kaiserslautern 7
18 VfL Sportfreunde Lotte VfL Sportfreunde Lotte 7
Sa. 22.09.2018 TSV 1860 München - SVWW
Di. 25.09.2018 SVWW - SG Sonnenhof Großaspach
Fr. 28.09.2018 SC Preußen Münster - SVWW
So. 07.10.2018 SVWW - Hallescher FC
So. 21.10.2018 Karlsruher SC - SVWW
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