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U19: Defensiv zu anfällig

SVWW - FSV Frankfurt 2:3

SVWW-Trainer Nils DöringErkenntnisreicher Test! Die U19 des SV Wehen Wiesbaden unterliegt rund anderthalb Wochen vor dem Start der Junioren-Bundesliga-Restrunde der U19 des FSV Frankfurt mit 2:3 (1:3).

Zu Beginn der Partie überraschten die immerhin als em Tabellenführer der Hessenliga angereisten Gäste aus Frankfurt, denen einige lautstarke Fans auf den Halberg gefolgt waren, mit aggressivem Zweikampfverhalten und mutigem Offensivspiel, das im frühen 0:1 aus Sicht der Rot-Schwarzen resultierte, da ein Frankfurter einen Freistoß unhaltbar in den Winkel knallte (8.).

Auch danach ließ der FSV nicht locker und erhöhte durch ein kurioses Eigentor auf 0:2, als SVWW-Keeper Arthur Lyska eine Eins-gegen-Eins-Situation parierte, die Kugel aber gegen die Brust des zurück geeilten Linus Schult-Wissermann prallte und von dort ins Tor kullerte (18.).

Nach dieser Slapstick-Einlage fing sich der SVWW aber, übernahm zunehmend die Spielkontrolle und zeigte einige ansehnliche Kombinationen. Eine davon sorgte nach einer halben Stunde für den Anschlusstreffer: Jannis Schmidt bediente Nahom Ogbay auf der rechten Seite, dessen direkte Hereingabe landete am zweiten Pfosten bei Alim Göcek, der das Ergebnis auf 1:2 verkürzte.

Vor der Pause drängten die Rot-Schwarzen auf den Ausgleich und hatten große Möglichkeiten. Erst schickte Yoel Yilma nach Balleroberung im Zentrum Ogbay in die Tiefe, der aber freistehend am Keeper scheiterte (35.), kurz darauf parierte der Gästekeeper eine feine Direktabnahme von Yilma stark (40.). Statt des Ausgleichstreffers geriet der SVWW quasi mit dem Pausenpfiff noch weiter ins Hintertreffen und musste nach einem groben Abwehrschnitzer das 1:3 hinnehmen (45.).

Nach der Pause verflachte das Niveau ein wenig, da sich auf beiden Seiten ein paar Abspielfehler und Ungenauigkeiten einschlichen, sodass Torchancen eher Mangelware waren. Eine Riesengelegenheit bot sich nach etwas mehr als einer Stunde dann dem aufgerückten Innenverteidiger Yilmaz Kilic, der nach einem seitlichen Freistoß von Yilma frei im Fünfer an den Ball kam, das Leder aber wuchtig über die Latte knallte (63.).

Kurz vor Ende der Partie erzielten die Rot-Schwarzen durch ein Joker-Trio dann doch noch einen Treffer: Saher Bhatti zog von rechts nach innen und steckte den Ball auf Timo Lauer durch, der uneigennützig auf Jacob Pistor querlegte. Dieser ließ sich die Chance nicht nehmen, umkurvte den Torwart und erzielte mit seinem dritten Treffer dieser Wintervorbereitung den 2:3-Endstand (90.).

"Es war vor allem im ersten Durchgang ein Test auf hohem Niveau, sowohl spielerisch als auch vom Tempo. Daran hatte aber auch der FSV mit einem leidenschaftlichen Auftritt einen wesentlichen Anteil", zollte SVWW-Trainer Nils Döring dem Gegner Respekt: "Wir waren in der Defensive zu anfällig und fehlerbehaftet, da fehlt uns im Moment die Souveränität und die Überzeugung. Positiv ist aber, dass unser Spiel nach vorne variabler geworden ist. Besonders erfreulich in diesem Zusammenhang ist die Rückkehr von Jacob Pistor nach seiner dreimonatigen Verletzungspause, der nicht nur sportlich ein belebendes Element ist, sondern auch mit seiner Persönlichkeit eine wichtige Stütze im Team darstellt."

SVWW: Lyska (46. Scheler) - Sarstedt (65. Hönig), Kilic, Kaiser (46. Stojcevic), Teller - Schulte-Wissermann (46. Crljenec), Schmidt - Ogbay (65. Bhatti), Göcek (46. Brunner) - Kandic (65. Pistor), Yilma (65. Lauer)

1 1. FC Magdeburg 1. FC Magdeburg 85
2 SC Paderborn 07 SC Paderborn 07 83
3 Karlsruher SC Karlsruher SC 69
4 SV Wehen Wiesbaden SV Wehen Wiesbaden 68
5 FC Würzburger Kickers FC Würzburger Kickers 61
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